Ü50: Zum Abschluss noch ein 6:1

Tore: 1:1 Heinze, 2:1 Heinze, 3:1 Scheck, 4:1 Heinze, 5:1 Leicht, 6:1 Heinze

Ein würdiger Abschluss für eine großartige Saison: Am letzten Spieltag schoss die Truppe auch Dassendorf vom eigenen Platz und machte mit dem 6:1-Sieg ein weiteres Mal deutlich, dass sie in der zurückliegenden Spielzeit eine nahezu durchweg formidable Leistung geboten hat. Platz zwei ist sicher – und vielleicht stolpert SCVM/Altengamme ja noch in ihrer letzten Begegnung am 27. Mai, so dass am Ende wir gemeinsam mit den Marschländern an der Spitze stehen. Das Bein stellen wir ihnen jedenfalls schon mal am Freitag im Pokalhalbfinale. Und stürzen werden sie dann in Düneberg. Ist doch irgendwie ein perfektes Drehbuch.

Dass man derart träumen darf, verdanken wir auch heute wieder einer ganz ordentlichen Leistung und der Lust auf Offensive. Zwar fingen wir uns gleich nach zwei Minuten ein selten unnötiges Ding der mehr als harmlosen Gastgeber ein, aber die unmittelbare Reaktion verdiente Respekt: Fast im Gegenzug glich Heinze aus, um nur wenige Minuten später die Führung zu erzielen. Mario sorgte schließlich für klare Verhältnisse vor der Pause. Nach dem Wechsel gaben wir uns erstmal dem plötzlichen Dreistundensommer hin und ließen nicht den Ball, auch nicht den Gegner, sondern nur das Spiel so vor sich hinlaufen. Doch dann sah Mathias Heinze wieder in die erwartungsvollen Augen seiner mitgereisten Familie, spürte ihre Vorfreude auf weitere Treffer des Vaters und des Sohnes und netzte noch zweimal, unterbrochen von einem Leicht-Tor, trocken ein. Der Stolz der Verwandtschaft mischte sich in die stickige Wärme dieses Samstagmittags und vernebelte vielleicht allen ein wenig die Sinne, als in der Kabine immer wieder von fünf Heinze-Toren und einem 7:1 geschwärmt wurde, der Schiedsrichter am Ende gleichwohl bloß ein 6:1 notierte.

Nun, es wird schon alles seine Richtigkeit haben. Ob eines mehr oder weniger: Heinze spielte eine bemerkenswerte Saison und sicherte uns mit seinen 14 Treffern so manchen Sieg. Freilich kräftig unterstützt von Schecker, der achtmal traf und reichlich vorbereitete, und Wolli, der sich summa summarum über sechs Einschusserlebnisse freuen durfte. Also: Danke an die Abteilung Attacke.

Treffen ist das eine, kämpfen, laufen, verteidigen und immer da sein das andere. Auch in dieser Hinsicht war es eine beispielhafte Saison. Danke an Keeper Micha, der unser arges Torwartproblem am Anfang der Serie mit großer Verfügbarkeit, Einsatz und Können im Grunde in Luft auflöste. Danke an unsere Verteidiger, die hinten das wegarbeiteten, was vor ihnen vermasselt wurde. Danke an unser fleißiges und kreatives Mittelfeld um einen oft in bestechender Form agierenden Zitzmann. Danke an die, die erst draußen standen und dann, wenn sie drin waren, alles gaben. Danke an die Kurzfristig-Einspringer, an die Trainer, an die Trikotmitbringer und die Getränkeversorger. Danke an alle, die sich wie Jo Kaufmann viel vorgenommen hatten und dann von Verletzungen gestoppt wurden. Und danke – von Vadder Gabbert bis Uns Locke – an unsere treuen Fans an der Linie.

Und noch, liebe Freunde, ist die Saison nicht vorbei: Der Traum von strauchelnden Altengammern, Glinder Männern im Pokalfinale und einem großen Auftritt bei den Hamburger Meisterschaften lebt.

Auch am letzten Spieltag in Spiel- und Torlaune: Michael Martinet, Achim Urbschat, Henrik Schöning, Guido Behlau, Jürgen Richter, Francisco Zitzmann, Andreas Leicht, Mathias Heinze, Jörn Wilkens, Frank Woller, Mario Scheck, Detlef Sievers, Dirk Seiffert, Frank Gabbert