Ü50: Altona mit 6:1 nach Hause geschickt

Tore: 1:0 Zitzmann, 2:0 Richter, 3:0 Leicht, 4:0 Scheck, 5:0 Scheck, 6:1 Leicht

Wenn das mal nicht krankhaft wird! Schon wieder lieferte Nico Schecks Superseniorentruppe eine furiose erste Halbzeit ab, um dann in Durchgang zwei mit lockeren Zügeln gemächlich über den Glinder Kunstrasen zu galoppieren. Statt sich für schlechte Tage mit weiteren Toren zu versorgen, schonte man am Sonntagmorgen lieber die Knochen und zimmerte aus dem haushohen 5:0-Pausenvorsprung in gepflegter 50-Prozent-Einstellung am Ende ein gleichwohl hochverdientes 6:1 gegen die brave Ball-Combo von Altona 93.

Klar: Der Sieg hätte höher ausfallen müssen. Aber auch klar: Diese ersten Halbzeiten, die wir momentan spielen, sind schon eine Klasse für sich. Den Druck, den die Truppe sogleich nach Anpfiff auf den Gegner ausübt, nötigt Respekt ab. Da laufen die Spieler, da läuft der Ball, da kommt der Pass, da geht’s in den Zweikampf, und dann rappelt’s schon früh in des Gegners Kasten. Einer, der seit Wochen dafür sorgt, dass beim Kontrahent schnell Alarm ausgelöst wird, ist Sportskamerad Schecker. Auch am Sonntag wieder: Gegen die Altonesen war er im Grunde an jedem Tor beteiligt. Den Foulelfmeter, den Cisco schon früh zum 1:0 sicher verwandelte, holte er dank seines beherzten Eintritts in den Strafraum heraus. Das 3:0 durch Leicht bereitete er mustergültig von links per Rückpass vor, das 4:0 (nach schönem Alleingang) und das 5:0 (mit Auge in die Ecke) machte er zur Abwechslung mal selbst, und Leichti konnte seinen Kopfball auch nur so gekonnt zum 6:1 ins Ziel befördern, weil Super-Mario die Flanke haargenau serviert hatte.

Blieb nur das 2:0, mit dem Herr Scheck ausnahmsweise nichts zu tun hatte. Jürgen Richter, schon lange nicht mehr mit einem Eintrag im Torverzeichnis versehen, hatte auf rechts den Angriff eingeleitet, Ü40-Mitglied Jan Diercks (dem wir wie auch Oli B. fürs Aushelfen danken) ins Spiel gebracht, sich dann schnurstracks in den Sechzehner aufgemacht, um schließlich die akkurate Diercks-Hereingabe mit spitzem Fuß ganz lässig ins Netz zu kicken. Freude allenthalben, vor allem beim Torschützen, der, wie er der Truppe später in der Kabine verriet, endlich mal wieder auf die immerwährende Frage seiner Ehefrau: „Na, Jürgen-Mäuschen, hast du auch ein Tor geschossen“? eine befriedigende Antwort parat hatte: Ja, Schatz!

Die 1. Halbzeit-Weltmeister: Thomas Klein, Achim Urbschat, Henrik Schöning, Rainer Lorenz, Jan Diercks, Francisco Zitzmann, Andreas Leicht, Mario Scheck, Oli Knoch, Jörn Hedtke, Jürgen Richter, Oli Bremer und Dirk Seiffert. Auch noch an der Linie: Thomas Mezele für den Fall der Fälle und der verletzte Guido Behlau als Ersatzcoach für Nico Scheck, der, weil kein Schiri aufgetaucht war, die Partie pfeifen musste.