Hitzeschlacht gewonnen: Supis 1:0 zum Saisonauftakt

Tor: Leicht

So ein Sieg schweißt zusammen. Erstens, weil bei gefühlten 40 Grad Celsius auf dem Glinder Rasenplatz die Körperbrühe in Strömen lief, und solch ein gemeinsamer Saunagang immer förderlich fürs Kollektiv ist. Zweitens, weil die Ü55-Meistertruppe in der Ü50-Landesliga, in der sie eigentlich gar nicht spielen wollte, aber nun wegen mangelnden Interesses der Hamburger Ü55-Mannschaften muss, zeigte, dass sie dort mithalten kann. Und drittens, weil vorn zwar nur phasenweise was ging, aber hinten die Null stand. Am Ende notierte man erschöpft, aber erfreut: 1:0 gegen Düneberg. Drei Punkte zum Start in die neue Saison und bestimmt dreißig Prozent mehr Selbstvertrauen.

Die Anfangsphase hatte sogar noch Hoffnung auf einen Galaauftritt geweckt. Gerade ein paar Minütchen waren gespielt, da segelte eine halbhohe und butterweiche Flanke von Hauke in den Strafraum, die der gegnerische Keeper, lässig herauslaufend, wegpflücken wollte – aber unterschätzte, dass sich Leichti langmachte und die Kugel vorher mit dem Kopf in den leeren Kasten beförderte. Es folgten weitere vielversprechende Angriffe, und als dann mit Heinze gleichsam Highspeed und Zug zum Tor eingewechselt wurden, schien das 2:0 nur eine Frage der Zeit. Doch leider verletzte sich der Glinder Quirl unglücklicherweise noch vor der Halbzeitpause. Der Schwung verschwand wieder, auch weil mit zunehmender Spieldauer die gnadenlose Hitze Kraft und Konzentration lähmte.

Und die pralle Sonne war bis dato schon ausgiebig ins Hirn der Glinder Sportskameraden gedrungen. Da die Düneberger vergessen hatten, dass für die Cyclassics-Radler auch so manche Straße im Hamburger Osten gesperrt worden war, trudelten sie mit reichlich Verspätung ein. „Sorry fürs Warten“, entschuldigte sich einer der Gästekicker brav. Kein Problem, Mann, konnte doch keiner ahnen… Nun, statt um zwölf pfiff der Schiri so gegen halb eins an. Und weil wir natürlich, artig wie wir sind, rechtzeitig zum Warmmachen die Kabine verlassen und auch die gestellten Aufgaben im Übungsparcours unseres Coachs pflichtbewusst erfüllt hatten, war die Truppe am Ende schon ne Stunde in der Freiluftsauna, ehe es überhaupt losging – und die Birne bei manchem vielleicht schon ein bisschen zu weich.



Gleichwohl: Für eine gute kämpferische Leistung reichte es. Die Defensivabteilung zumindest behielt einen klaren Kopf, ließ nur eine große Chance zu und ansonsten die gegnerischen Angriffe ins Leere laufen. Im Sturm indes fehlte schließlich das zwingende Element. Aber es ist auch mal gut, wenn unser offensiv ausgerichtetes Ensemble das Spiel in der Abwehr gewinnt.

Schwitzten sich zu drei Punkten: Harry Streich, Thomas Mezele, Henrik Schöning, Guido Behlau, Jörn Hedtke, Hauke Neuendorf, Manuel Szymczak, Thomas Krüger (Euch Drei Danke fürs Helfen), Maik Baumann, Jörn Wilkens, Andreas Leicht, Mathias Heinze, Oliver Knoch (schön, dass du wieder dabei bist) und Coach Nico Scheck.