2:1 in Moorburg – Ü50 weiter auf Erfolgskurs

Tore: 1:0 Scheck, 2:0 Knoch

Der Coach brachte es in bei Whats App auf den Punkt: „2:1 gewonnen. Sehr gute erste Halbzeit. An die zweite Halbzeit kann ich mich nicht erinnern“, schrieb Nico in die Gruppe und hatte damit quasi alles gesagt – über diese sonntägliche Auswärtspartie auf dem vom ekligen Regen aufgeweichten Platz am Moorburger Elbdeich, die auch noch schön ins Auge hätten gehen können.

Nun, der Chronistenpflicht ist es selbstverständlich geschuldet, auch den Glinder Durchhänger in Durchgang zwei in Erinnerung zu rufen. Doch erstmal sei es erlaubt, die exzellente erste Hälfte Revue passieren zu lassen, die die Truppe beim Gastgeber mit dem wohl verschwurbelsten Vereinsnamen der LL03 (MTSV/FTSVA/Vikt. Harb. 1. Sen. SG) präsentierte. Hohe Laufbereitschaft, hübsche Kombinationen, konsequent verwertete Chancen – nach 35 Minuten ein 2:0, das eigentlich berechtigt Hoffnung auf eine ebenso couragierte Leistung in Halbzeit zwei machte. Mario hatte schon recht früh für die Führung gesorgt – nach feinem und bewährtem Glinder Strickmuster: erst Leichtis Pass in die Tiefe des Raums, dann Scheckers Antritt mit anschließendem Alleingang und eiskaltem Abschluss. Eine Viertelstunde später zeigte Oli Knoch, dass seine vier Dinger in Dassendorf kein Rückkehrerglück gewesen waren. Leichtis flache Hereingabe in den Strafraum nahm er galant auf, überlegte kurz, ob er die Kugel scharf und schnell am Keeper vorbei ins Netz kicken sollte, entschied sich dann aber instinktiv, mit einem Trick auf Nummer sicher zu gehen und schoss den Ball erstmal zur Täuschung an sein Standbein, wovon dieser unhaltbar über den Torwart hinweg über die Linie trudelte. Genial.

Der Druck auf den Gegner hatte sich also ausgezahlt. Und dieser Druck war bis dahin vor allem von einer guten Mittelfeldachse aufgebaut worden. Thomas Krüger, Hauke Neuendorf und Stephan Ruhe, die drei freudig entgegengenommenen Leihgaben aus der Ü40, standen den Gastgebern auf den Füßen, und Cisco führte in seinem ersten Spiel der Saison schon wieder mehr Zweikämpfe als alle TSVer zusammen. Doch als dann Senior Ruhe verletzt raus musste, war das bisschen weniger Biss doch spürbar. Der Gegner wurde stärker, kam zu Chancen – und schöpfte dadurch offenbar so viel Selbstvertrauen, dass er in Hälfte zwei unserer Truppe arg zu schaffen machte.

Und dieses Selbstvertrauen wuchs noch mehr, als die Mannen in Weiß kurz nach dem Wechsel den Anschlusstreffer erzielten. Die Abwehr, die bis dahin souverän ihren Dienst absolviert hatte, war plötzlich in Unordnung geraten und hatte dann zusehen müssen, wie eine Flanke in den Fünfmeterraum einen dankbaren Abnehmer fand. Danach schlich sich das Zittern in die Glinder. So mancher Angriff verlief leichtfertig im Nichts, dazu parierte der gegnerische Schlussmann einen Schecker-Schuss mit Bravour, der Zugriff im Mittelfeld fehlte hier und da, und hinten ließ so manche brenzlige Situation die Nerven flattern. Doch gottlob wurde Zuchtis Harakiri-Pass im eigenen Strafraum vom Gegner nur zu einem Schuss neben das Tor genutzt, stand Jörn Wilkens wenig später goldrichtig, um den Ball von der Linie zu köpfen. Und dass Cisco seinen vielversprechenden Alleingang nicht zur Beruhigung mit dem 3:1  beschloss, war dann am Ende auch kein Problem mehr. Denn das bleibt: drei Punkte und der Platz ganz weit oben in der Tabelle!

Sorgten dafür, dass sich die Fernreise nach Moorburg gelohnt hat: Harry Streich, Reinhold Zucht, Guido Behlau, Thomas Mezele, Thomas Krüger, Stephan Ruhe, Hauke Neuendorf, Francisco Zitzmann, Andreas Leicht, Oliver Knoch, Mario Scheck, Jörn Wilkens, Christopher Nzegwu (schön, dass du wieder mit dabei bist), Rainer Lorenz, Detlef Sievers und Coach Nico Scheck