2:4 – Supis verlieren Spitzenspiel

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Tore: 1:0 Leicht, 2:1 Baumann

Zweimal vorn, aber am Ende leider hinten dran! Glindes Supersenioren haben das Gipfeltreffen am Freitag Abend in Nettelnburg-Allermöhe verloren. Die jeweilige Führung zu Beginn der ersten und der zweiten Halbzeit reichte nicht aus, um sich an der Spitze der LL03 abzusetzen. Des Gastgebers beeindruckende Offensivkraft sorgte schließlich für ein 4:2 und dafür, dass die SVNA wieder ganz oben in der Tabelle steht.

Mit 13 Sportskameraden war der TSV an den Katendeich gereist. Verletzungen und andere Verhinderungen hatten den Kader dezimiert, die Ü40 zudem null Verfügbarkeit gemeldet. Aber danach, dass das ein Problem werden würde, sah es zunächst nicht aus. Der erste Spielzug nach dem Anpfiff brachte gleich die erste Ecke für Glinde ein. Mario schickte den Ball so scharf geschnitten vors Tor, dass kein Abwehrspieler drankam, aber Leichti zur Stelle war und die Kugel aus drei Metern mit rechts über die Linie drückte. 1:0 – und noch keine Minute gespielt.

Doch die Führung gab uns keine wirkliche Sicherheit. Zu stark war der Druck, den der Gastgeber in der Folge entwickelte. Und so fiel der Ausgleich auch nur zehn Minuten später. Nach Harrys Parade schauten alle Glinder anerkennend zu ihrem Schlussmann statt sich auf den Ball zu konzentrieren, der dem Gegner wieder auf den Füßen und schließlich in unserem Netz landete. Die Partie wurde jetzt zunehmend von beiden Seiten mit offenem Visier geführt. Lust auf ein Unentschieden hatte hier keiner. Die Hausherren drängten nun aufs TSV-Tor. Vergaßen dabei aber gern mal die eigene Absicherung und die notwenige Besetzung von Räumen. Und hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn einer der brandgefährlichen Glinder Konter gesessen hätte. Zweimal war Schecker, von Leichti nach bewährtem Schema auf die Reise geschickt, in seiner unnachahmlichen Art vor dem Gästetor aufgetaucht. Doch die Seelenruhe, mit der er seine Dinger sonst versenkt, war irgendwie gestört an diesem milden Oktoberabend.

1:1 zur Pause – und noch alles drin. Das begriff mit Wiederanpfiff vor allem unsere Truppe. Ging sofort mit Schwung ans Werk und nötigte dem Gegner alsbald ein Foul im Strafraum ab. Ciscos Haken konnte Nettelnburgs letzter Mann nur kontern, in dem er ihm ein Bein stellte. Es gab keine Diskussionen, einen Elfer, aber leider keinen Grund sich zu freuen. Denn Scheckers Schuss segelte seelenruhig am Dreieck vorbei.  Doch die Reaktion auf die verpasste Chance zur Führung war eines Spitzenteams würdig. Krönchen richten, weitermachen – und es dann halt Maik Baumann überlassen, für das 2:1 zu sorgen: mit einem herrlich platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze.

Aber auch die erneute Führung sollte nicht lange halten. Sie stachelte den Gegner noch mehr an, der nun unsere zunehmenden Konzentrationsschwächen konsequent ausnutzte. Nur fünf Minuten später stand es 2:2. Und nach weiteren fünf Minuten begann dann Leichtis kleine Leidenszeit. Erst verpasste er Ciscos scharfe Hereingabe, danach konnte er den Kopfball zum 3:2 nicht verhindern, schließlich knallte sein verdeckter Schuss aus spitzem Winkel an den Pfosten, und zuschlechterletzt ging nach Marios Ecke seine Volleyabnahme ins Leere und leitete damit den Konter ein, der die Glinder Niederlage endgültig besiegelte.

Trotz allem: Die Truppe konnte erhobenen Hauptes den Kunstrasen am Katendeich verlassen. Und überzeugte auch ihren Coach: „Die Mannschaftsleistung war gut“, bilanzierte Nico Scheck. „Gegen einen starken Gegner wurde gegengehalten, und  es wurden Chancen herausgespielt. Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten waren zufriedenstellend.“ Und weiter: „Leider haben wir im Sturm nicht alles verwertet und in den hinteren Reihen nicht alles verhindert. Aber so ist nun mal der Sport, den wir so lieben. Ein Punkt wäre heute verdient gewesen. Aber so holen wir uns die drei Punkte im Heimspiel wieder zurück.“

So machen wir’s, Coach!

Glindes Aufgebot und die Einzelkritik des Trainers



Harry Streich: Erste Halbzeit gut, zweite durchwachsen. Note: 3


Thomas Mezele: Ging konditionell bis an die Grenzen, gute Zweikämpfe. Ende der zweiten Halbzeit Konzentrationsschwächen. Note: 3


Achim Urbschat: Dem stärksten Stürmer immer im Weg gestanden und gekämpft bis zum Umfallen. Note: 2


Reinhold Zucht: Oft die allerletzte Rettung. Solide Leistung. Note: 2,5


Henrik Schöning: Leider früh verletzt, bis dato solide, aber unauffällig. Note: 3


Maik Baumann: Zweikampfstark, Stellungsspiel wackelig, im Aufbau dennoch wichtig. Schönes Tor zum 2:1. Note: 2


Guido Behlau: Viel Laufbereitschaft, Gegner im Griff. Nach vorne mit Fehlern, aber dennoch solide. Note: 2,5


Andreas Leicht: Beim frühen 1:0 zur Stelle, Pass- und Zweikampfquote gut. Note: 2


Francisco Zitzmann: Erste Halbzeit schlecht, zweite Halbzeit gut (Zitat Cisco), Kampfschwein wie immer. Note: 2


Oliver Knoch: Engagiert im Aufbauspiel, Angebote geliefert, im Zweikampf zurückhaltend. Note: 2,5


Mario Scheck: Chancen erarbeitet, im Abschluss unsicher. Zweite Halbzeit im Mittelfeld viel geackert. Note: 2,5


Frank Gabbert: Angeschlagen, dennoch sehr aktiv. Bälle gut verteilt und gekämpft. Note: 2


Detlef Sievers: Ergänzungsspieler, Gegner durch Laufwege in die Irre geführt ;-) Ohne Wertung