7:3 gegen Osbek – Supis feiern Meisterschaft!

Tore: 1:0 Heinze, 2:0 Wilkens, 3:0 Leicht, 4:0 Zitzmann, 5:1 Scheck, 6:1 Scheck, 7:2 Scheck

Das Meisterteam 2018/2019 (...es fehlen auf dem Foto: Henrik Schöning,Rainer Lorenz, Dirk Seiffert,Torsten Falinski)


Es ist vollbracht: Glindes Ü55 krönt sich zum Meister in der KK02. Die große Chance, das große Ziel zwei Spieltage vor Schluss zu erreichen, nutzten die Mannen um Nico Scheck in bravouröser Manier. 7:3 (4:1) wurde Oststeinbek, der nette Konkurrent aus der Nachbarschaft, wieder über die Möllner Landstraße nach Hause geschickt. Ein klares Ergebnis, ein verdienter Sieg – und ein stolzes Siegel unter der Meisterurkunde.

Der Chronistenpflicht geschuldet ist allerdings die Tatsache, dass die Spielgemeinschaft aus Dassendorf/Aumühle ebenso noch Meister werden könnte. Da in der Staffel das Torverhältnis nicht zählt, stünde die SGDA am Ende mit uns gemeinsam an der Spitze, gäbe es zwei Meister, wenn Folgendes eintreten würde: Dassendorf gewinnt seine restlichen vier, wir verlieren unsere restlichen zwei Partien. Nun, das ist theoretisch möglich, aber praktisch bloß ein Traum, den vielleicht ein paar blauäugige Dassendorfer träumen. Denn am 28. April kommen die höchstselbst zu uns in die Frank-Gabbert-Arena – und sollten sich, auch wenn dann der Mai vor der Tür steht, warm anziehen. An dem Tag werden wir ihnen nämlich auf unsere Art zeigen, dass es nur einen Meister in der Supi-Liga geben kann. Und unser letztes Spiel gegen Teutonia, den Tabellenletzten, steht ja anschließend ohnehin noch aus.

Also Meister! Und das mit einem Meisterstück, das sich über weite Strecken sehen lassen konnte. Wie die Bayern am Abend zuvor gegen Dortmund legten die Glinder Jungs bei torsommerlichen Temperaturen eine erste Halbzeit vom Feinsten aufs Parkett. 4:0 stand es schon nach einer knappen halben Stunde, und hätte Oststeinbek nicht doch noch getroffen vor der Halbzeitpause, hätte der Schiedsrichter mit der schicken Einstein-Frisur eigentlich schon abpfeifen und zum Sieg gratulieren können. Glinde ließ von der ersten Minute an keinen Zweifel aufkommen, wer hier heute als Gewinner den Kunstrasen verlässt. Vier herrlich vorgetragene Angriffe mündeten gepflegt in der gegnerischen Kiste: Heinze nach einer hübschen Kombination über Leichti und Bernie Bertram, Wilkens nach perfekter Schecker-Vorarbeit, Leichti nach feinem Cisco-Querpass und Cisco selbst mit einem sehenswerten Schlenzer in den Knick.

Jedoch: Das Wermutströpfchen fiel kurz vor der Pause. Glinde, ein wenig im Schlendrian-Modus, vertändelte sich im Mittelfeld, ließ eine Flanke aus dem Halbfeld zu, die zu Lux, dem Gefährlichsten beim Gegner, segelte, der humorlos den Ball ins Netz bugsierte. Es sollte das einzige Tor für Osbeks Goalgetter bleiben. Denn ihm zur Seite und vor allem auf die Füße hatten wir an diesem Tag unseren Mann für die besonderen Aufgaben gestellt. Sein Name: Behlau, Guido Behlau. Er kochte den Sportskamerad Lux nach allen Regeln der Kunst ab – und war einer der Garanten für den Erfolg.

Ein anderer Garant hatte seinen Auftritt nach der Pause: Mario Scheck. Unser Vereinsbomber musste allerdings zunächst erstmal zusehen, wie der Aufwind, den das Tor den Oststeinbekern gegeben hatte, unsere bis dato stabile Mittelfeld-Abwehr-Achse durcheinander wirbelte. In diesen zehn Minuten der zweiten Halbzeit hätte ein weiterer Gegentreffer die plötzlich fahrigen Gastgeber in Bedrängnis bringen können. Doch mit Glück und dank Keeper Harry blieb die Schwächephase folgenlos. Und dank Super-Mario wurde der Sturm jetzt auf der anderen Seite entfacht. Oder besser ein Orkan: Den auszulösen braucht es eigentlich nur einen gescheiten Pass auf Schecker. Dann nimmt der sich das Bällchen, zündet den Turbo, lässt die Gegner stehen wie Torpfosten in der Sonne und nagelt die Kugel mit 110 Kmh in die Maschen. Das tat er an diesem Sonntagvormittag dreimal und sorgte so für Frust beim Gast und Jubel bei Glinde. Grandios, Mario, ganz großes Kino!

Und der Regisseur? Der stand stolz am Rand und genoss die Früchte seiner Arbeit. Von Beginn an hatte Nico Scheck das Team mit der richtigen Taktik und der richtigen Ansprache auf Betriebstemperatur gehalten. Nicht nur an diesem Tag, über die ganze Saison ist es unserem Jung-Coach gelungen, immer wieder die Lust am Laufen, die Freude am Spielen und die Gier nach Erfolg zu schüren. Ein Platz in der Glinder Hall of Fame ist ihm sicher – so wie der ganzen geilen Truppe.



Eine Truppe mit super Typen: Harry Streich, Thomas Klein, Achim Urbschat, Henrik Schöning, Reinhold Zucht, Thomas Mezele, Guido Behlau, Rainer Lorenz, Francisco Zitzmann, Maik Baumann, Jörn Hedtke, Dirk Seiffert, Bernd Bertram, Hans Gelinski, Andreas Leicht, Mathias Heinze, Jürgen Richter, Andreas Fischer, Frank Gabbert, Jörn Wilkens, Mario Scheck, Torsten Falinski, Detlef Sievers, Ralf Langemak. Und nicht zu vergessen: unser aller Locke und Vadder Gabbert, dem am Grill einfach keiner das Wasser reichen kann.