Ü55 gar nicht meisterlich: 2:4 gegen Dassendorf

Tore: 1:0 Leicht, 2:3 Zitzmann

Beginnen wir mal mit dem Positiven – das allerdings schon vor der Partie gegen die Spielgemeinschaft Dassendorf/Aumühle zu vermelden gewesen war: Die Supis des TSV Glinde sind ALLEINIGER MEISTER der KK02! Weil die Dassendorfer vor zwei Wochen gegen Oststeinbek verloren hatten, war es ihnen nicht mehr möglich, mit unserer Truppe in der Tabelle gleichzuziehen. Und vielleicht war dieser Fakt, den zu schaffen, allen ein großes Lob gebührt, leider genau das Problem an diesem eklig regnerischen Sonntag. 2:4 (1:3) hieß es am Ende gegen Dassendorf. Weil dem sicheren, aber offensichtlich satten Meister die volle Konzentration und der letzte Wille fehlten, dieses Spiel zu gewinnen.

Eine dämliche Heimniederlage, über die man sich so richtig ärgern kann. Gerade gegen diesen Gegner, der uns schon einmal auf eigenem Rasen düpiert hatte, und dem wir zeigen wollten, warum der TSV Glinde und nur der TSV Glinde der Meister dieser Runde ist. So hatte man das Match auch begonnen. Hatte die ersten zwanzig Minuten dominiert, sich Chancen erarbeitet, durch Leichti, nach feinem Pass von Schecker, das 1:0 erzielt und durch Guido das 2:0 auf dem Kopf. Doch das 2:0 fiel nicht, dafür das 1:1 und schließlich die ganze Truppe auf einmal in sich zusammen. Der Druck ebbte ab, der Gast witterte Morgenluft, der TSV Glinde gab das Spiel aus der Hand und bekam es nicht mehr in den Griff.

Die Folge: 1:3 zur Pause. Weil sich zu Unlust und Unvermögen auch zu viel Unglück gesellte. Harry, unserem Keeper, der mit seinen Paraden schon so manchen Sieg in dieser Saison gerettet und den ersten gefährlichen Schuss der Dassendorfer auch noch bravourös pariert hatte, war leider kein guter Tag vergönnt. Beim Ausgleich hatte er sich zuvor das Leder abluchsen lassen, dann den Elfmeter zum 1:3 verursacht und war schließlich beim finalen 2:4 von einer fiesen Bogenlampe überrumpelt worden, die er dem einschussbereiten Gegner vor die Füße boxte. „Du kannst schreiben, dass wir heute ohne Torwart gespielt haben“, übte er sich in der Kabine sogleich in Selbstkritik. Was ihn ehrt, aber nicht allein das Problem in dieser Partie war. Denn das Wort ohne passte an dem Tag vor so manches.

Also Harry, Handschuh drüber. Denn die Truppe hätte ja nach Ciscos 2:3-Anschlusstreffer per Elfmeter auch noch das Spiel drehen können. Aber trotz sichtbarer Bemühung:  Irgendwie war die Überzeugung von der eigenen Stärke weg. Was sich an leidlichen Torchancen bot, blieb ungenutzt, und als Marios Wade zwickte, lahmte der Sturm noch mehr. Schließlich fing sich Cisco noch eine gelb-rote Karte ein, die zwar fragwürdig, aber dann endgültig das Signal war, dass an diesem Tag nix mehr geht.   

Aber das schöne am Fußball ist: Es gibt immer ein nächstes Spiel und damit auch die Chance, wieder zu gewinnen und für gute Laune zu sorgen. Teutonia sollte nächsten Sonntag unseren Willen auf Wiedergutmachung zu spüren bekommen.

Ließen sich von Regen und Gegner nass machen: Harry Streich, Achim Urbschat, Thomas Mezele, Reinhold Zucht, Maik Baumann, Jörn Hedtke, Francisco Zitzmann, Guido Behlau, Andreas Leicht, Hans Gelinski, Mario Scheck, Rainer Lorenz, Andreas Fischer, Bernd Bertram, Thomas Klein