Supis: 5:2 gegen Sternschanze

Tore: 1:0 Scheck (Foulelfmeter), 2:0 Leicht, 3:0 Klein, 4:2 Scheck, 5:2 Heinze

Dedel weiß, wie man den Deckel drauf macht. Als unser Spielkamerad Sievers zum Ende der Partie an der Mittellinie die Pille bekam, zeigte der Altvordere der Glinder Supersenioren, was man auch im Herbst seiner Karriere noch auf dem Kasten haben kann. Exzellente Annahme des Balles, cleveres Abschirmen desselben, den Laufweg des Mitspielers dabei immer im Blick, dann eine für einen Mann dieses Jahrgangs geradezu göttliche Drehung – und schließlich ein herrlich tödlicher Pass in die Tiefe. Den Kollege Heinze mit Lust und Laune aufnahm und das Leder schließlich zum 5:2 ins Netz legte. Der Drops war endgültig gelutscht, die Truppe von der Sternschanze geschlagen.

So lässig der Schlusspunkt an diesem sommersonnigen Sonntagmorgen gesetzt wurde, so nachlässig hatte sich der TSV zuvor in der zweiten Halbzeit präsentiert. Die souveräne 2:0-Pausenführung (Schecker per Foulelfmeter und Leichti nach schönem Querpass von Wilkens) wurde zwar von Thomas Klein mit einem hübschen Heber auf 3:0 ausgebaut, doch dann schlich sich der Schlendrian ein. Die Ordnung stimmte plötzlich nicht mehr, der Abstand zum Gegner wurde größer, der Zugriff schwächer, und die Gäste, die zuvor an der von Libero Zucht ausgesprochen abgeklärt organisierten Abwehr nicht so richtig vorbeigekommen waren, hatten auf einmal zwei Tore auf ihrem Konto.

Aber für solche Situationen haben wir ja einen Supermario. Von Leichti an der Außenlinie vorschriftsmäßig bedient, machte sich Schecker unnachahmlich auf seinen Weg. Schob den breiten Oberkörper vor, schüttelte vier Gegenspieler wie harmlose Fliegen ab und drosch den Ball trocken ins kurze Eck. 4:2 – die Ruhe war wieder eingekehrt beim TSV. Die kontrollierte Verwaltung des Ergebnisses setzte ein. Bis Supersievers kam und dem Spiel das Sahnehäubchen aufsetzte.

Drei Punkte für: Harry Streich, Thomas Mezele, Reinhold Zucht, Rainer Lorenz, Guido Behlau, Dirk Seiffert, Andreas Leicht, Mathias Heinze, Jörn Wilkens, Detlef Sievers, Mario Scheck, Thomas Klein, Hauke Neuendorf (danke fürs spontane Auflaufen) und Coach Nico Scheck