5:0 – Supersenioren lassen Teutonia keine Chance


Tore: 1:0 Leicht, 2:0 Richter, 3:0 und 4:0 Zitzmann, 5:0 Gabbert

Das Motto für Nicos Mannen an diesem herrlichen, mutmaßlich letzten schönen Spätsommertag war klar: Wiedergutmachung! 1:2 hatte Glindes Ü55 am Wochenende zuvor gegen Dassendorf verloren, die bis dato weiße Weste unnötig besudelt und eine völlig indiskutable Leistung geboten. So schlecht, dass sich noch nicht einmal jemand bereit erklärt hatte, über die verdiente Schlappe einen Spielbericht für die Webseite zu schreiben. Nicht die feine Art, in jeder Hinsicht. Umso erfreulicher, dass es heute anders lief: 5:0 gegen Teutonia – und wie gewohnt ein paar Sätze zur Partie:

Diese Partie war gerade fünf Minuten alt, da schlug der Ball das erste Mal im Knick der Gäste ein. Im Normalfall semmelt Leichti seine erste Chance im Spiel ja am Tor vorbei. Doch diesmal dachte er darüber gar nicht nach und beförderte die Kugel aus 15 Metern trocken in den Winkel. Was alle freute und Anlass gab, weiter aufs Gas zu drücken. In kurzen Zeitabständen erarbeiteten sich die Hausherren hübsche Chancen, von denen allerdings erst wieder in der 21. Minute eine genutzt wurde: Leichti tankte sich links durch und bediente von der Grundlinie Jürgen Richter, der zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt wartete und das Ding halbhoch in die Maschen drosch. 2:0 zur Pause – nett, aber im Grunde zu wenig ob der Glinder Überlegenheit.

Allerdings hatten die Teutonen ihrem Namen bis dahin auch keine große Ehre gemacht. Brav waren sie aufgetreten, ohne großen Zug nach vorn und hinten mit Problemen, weil a) zu langsam, b) zu ungeordnet und c) zu lieb. Und doch machten sie uns Anfang der zweiten Hälfte plötzlich ein bisschen Angst. Kollege Gelinski musste angeschlagen raus, und als bei Zuchti kurz nach Wiederanpfiff die Wade endgültig ihren Dienst versagte, standen nur noch zehn Glinder auf dem Feld. Jetzt zollte man der dünnen Personaldecke Tribut.

Zu zehnt! Oh Gott! Doch die unnötige Unruhe legte sich schnell wieder. Zwei, drei Angriffe der Gäste wurden überstanden, und dann nahm der TSV wieder Fahrt Richtung Teutonias Tor auf. Über Cisco, Bernie Bertram, der dankenswerterweise spontan das Aufgebot komplettiert hatte, Gabbert und Leichti lief so manche ansehnliche Kombination, Jürgen und Fischi stichelten sich durch die Reihen, die Abwehr blieb standhaft. Und weil vielleicht jeder ob der zahlenmäßigen Unterlegenheit ein bisschen mehr tat, gewährte man dem Gast auch kein Geschenk mehr. Im Gegenteil: Cisco traf noch zweimal (45. und 55.), und Frankie Gabbert setzte kurz vor Schluss den Punkt unter ein dickes Ausrufezeichen. 5:0 – die richtige Einstimmung fürs Pokalspiel am Mittwoch!

Siegten sicher: Harry Streich, Reinhold Zucht, Achim Urbschat, Thomas Mezele, Rainer Lorenz, Bernd Bertram, Hans Gelinski, Francisco Zitzmann, Andreas Leicht, Jürgen Richter, Frank Gabbert, Andreas Fischer und Coach Nico Scheck