5:1 im Spitzenspiel: Ü55 siegt in Dassendorf

Tore: 1:0 Leicht, 2:0 Scheck, 3:0 Scheck, 4:1 Gabbert, 5:1 Scheck

Es war saukalt am Wendelweg. Kaum ein Grad über Null zeigte das Thermometer an diesem Mittwochabend in Dassendorf. Aber mit jeder Minute des Spiels wurde es den Glindern an der Linie wärmer ums Herz. Weil die Glinder auf dem Feld einfach saugut waren. 5:1 (2:0) hieß es nach 70 Minuten im Spitzenspiel des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten. Ein klare Angelegenheit, ein verdienter Sieg, eine gelungene Revanche für die unnötige Hinspielniederlage – und vor allem ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft.

Nun, nicht in jeder Phase der Partie stellte sich die Truppe souverän an. In der ersten Halbzeit klaffte mal links, mal rechts ein reichlich großes Loch im Mittelfeld, und kurz nach der Pause, obwohl schon 3:0 in Front, kickte man doch allzu sorglos vor sich hin. Was der Gastgeber dann auch mit dem Anschlusstreffer bestrafte und das, wenn Harry nicht ein paar Mal auf dem Posten gewesen wäre, auch ein zweites Mal hätte tun können. Aber ansonsten hatten wir den Gegner insbesondere dank Ciscos Zweikampfbissigkeit im Griff – und versetzten ihm mit unseren Kontern einen Stich nach dem anderen.

Schon nach zehn Minuten wurden die Weichen auf Sieg gestellt. Hans, der immer besser ins Laufen kommt, flankte aus dem Fußgelenk fein und punktgenau auf Leichti, der sicher annahm und den Ball humorlos am herauseilenden Schlussmann vorbei ins Netz beförderte. Ein paar Minuten später war wieder Schecktime angesagt. Pass in die Tiefe – und dann einfach Mario machen lassen. Ein paar Gegner wegsprengen, flach schießen oder Torwart umkurven, drin das Ding. Wer braucht schon einen Luxer, wenn er einen Schecker hat – nicht wahr, ihr Osbeker? Die beliebte Showeinlage gab Super Mario gleich nach der Pause noch einmal und setzte schließlich zum 5:1 noch seinen dritten Treffer drauf. Chapeau!

Am meisten aber wurde anschließend bei Bier und Mische in der Kabine über das 4:1 diskutiert. Eigentor, Gabbert, Leichti? Nun, eine scharfe Flanke von Leichti war aus dem Dunkel auf den Dassendorfer Kasten gesaust. Der Torwart oder die Latte oder ein Gastgeber-Kopf hatte das Spielgerät kurz vor der Linie in die Luft bugsiert. Als es von oben wieder runter fiel, wähnte so mancher das Leder im Aus, schaute der Keeper voll ins Flutlicht, während sich Frankie zum einen forsch gegen den Schlussmann drückte und zum anderen nach der Kugel reckte und diese am Ende irgendwie im Netz lag. Der Schiri notierte im Spielbericht Frank Gabbert als Torschütze. Und was der Schiri schreibt, das zweifeln wir nicht an.

Auch an unserer Stärke sollten wir nicht zweifeln – und trotzdem auf der Hut sein: Gegen Teutonia ist wieder Konzentration und Konsequenz gefragt. Dann erst ist die Zweidrittelmeisterschaft wirklich im Sack.

Spitzenspielsieger: Harry Streich, Achim Urbschat, Thomas Mezele, Reinhold Zucht, Guido Behlau, Francisco Zitzmann, Andreas Leicht, Hans Gelinski, Jürgen Richter, Mario Scheck, Frank Gabbert, Andreas Fischer, Dirk Seiffert und Coach Nico Scheck.