Ü50: Achtbares 0:2 in Holsatia

„Hier ist noch was zu holen, Männer. Also Brust raus, Bauch rein – und Attacke!“ Die flotte Marschroute, die Ü50-Coach Nico Scheck in der Halbzeitpause beim Stand von 0:0 ausgegeben hatte, sollte die schon von der SG Holsatia/Sparrieshoop müde gespielten Beine der Glinder wieder munter machen. Und in der Tat konnten wir wie in Hälfte eins auch nach dem Wechsel mit einigen Kontern den Gastgeber in Bedrängnis bringen. Doch leider fehlte ein jedes Mal die letzte Konsequenz, das Leder zu versenken. So blieb bei uns die Null stehen. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn der Gegner seine offensichtliche Feldüberlegenheit nicht mit zwei Treffern unterstrichen hätte. 0:2 also am Ende, aber ein achtbares Ergebnis gegen eine auffallend laufstarke Truppe.

Vielleicht wären wir mit mehr Konzentration vor dem Tor gesegnet gewesen, wenn wir nicht diese elend lange Anreise gehabt hätten. Nicht nur, dass man von Glinde einmal quer durch den Stadtstaat fast bis zur Nordsee musste, sondern zudem noch fett im Stau stand und manche erst kurz vor Anpfiff an der Kaltenweide in Elmshorn eintrafen – das war für die geistige Frische und die Hüftbeweglichkeit der TSV-Kameraden Gift. Dazu kam ein Rasenplatz, der mit seinen immensen Ausmaßen die Bestimmungen des Fußballverbandes mehr als erfüllte und aufgrund des arg buckligen Zustands auch ein respektabler Bauernacker hätte sein können. Aber damit hatte auch die Heimmannschaft zu tun. Und die, natürlich ans eigene Geläuf gewöhnt, nutzte Breite und Tiefe perfekt aus, war konditionell ein deutliches Stück stärker und ging schließlich als verdienter Sieger vom Platz.

Schlugen sich tapfer: Michael Martinet (danke fürs Aushelfen), Reinhold Zucht, Rainer Lorenz, Guido Behlau, Jörn Hedtke, Thomas Klein, Dirk Tesch (danke fürs Aushelfen), Andreas Leicht, Mathias Heinze, Thorsten Falinski (danke fürs Aushelfen), Mario Scheck, Henrik Schöning, Frank Woller, Detlef Sievers, Harry Streich und Coach Nico Scheck