Ü50-Test: 2:4 gegen Sternschanze

Am Samstagnachmittag sollte eigentlich für die Glinder Supis der Winterschlaf zu Ende sein. Das Wetter hatte mit überraschend frühlingshaften Temperaturen seinen Teil dazu beigetragen, und mit der SG Sternschanze war ein spielstarker Verbandsligist eingeladen worden, der den Gastgeber im ersten Testspiel des Jahres auf Trab bringen sollte.

Doch so richtig kam die TSV-Truppe nicht aus den Löchern. Schon nach zehn Minuten stand es 0:2, weil man dem Gegner allzu großzügig Platz im Strafraum gewährt hatte. Der schnelle Rückstand war verdient, ziemlich nervig, aber gleichzeitig auch ein Wachmacher. Scheckers Jungs rissen sich fortan zusammen und taten ganz ordentlich das, was ein ambitioniertes Fußballteam tun muss: laufen, passen, Zweikämpfe führen und ins Tor treffen. Und so stand es alsbald 2:2. Weil Franky Gabberts Flanke, vom Winde verweht, plötzlich auf den Sternschanzenkasten zuflog, und der Keeper, von der Sonne geblendet, sich vor Schreck den Ball ins eigene Netz boxte. Und weil ein paar Minuten später Olli Knoch mit dem Kopf zur Stelle war. Nämlich in dem Moment, als ein schöner Freistoß von Cisco – gerade und beeindruckend frisch von einer sechswöchigen Südamerikatour zurückgekehrt – von der Latte zurückprallte und einen Abnehmer suchte.

Das Unentschieden hielt sich dann bis zur Pause und schließlich bis kurz vor Schluss der Partie. Denn weder der Gästesturm noch die Glinder Offensivabteilung konnte ihre Chancen nutzen. Vor allem beim TSV steckte noch viel Müdigkeit in den Knochen, haperte es im Spielverständnis, fehlte der konsequente Zug zum Tor. Und am Ende mangelte es leider auch an der Aufmerksamkeit. So traf der Gast noch zweimal zum 4:2, machte ein eigentlich gerechtes Unentschieden zunichte – und deutlich, dass die Supis noch ein paar Trainingseinheiten brauchen, um fit fürs Frühjahr zu sein.