11:0 reicht – Ü55 ist Meister!

Tore: Gabbert (3), Leicht (3), Zucht (2), Wilkens, Zitzmann – und Paaalettiiii


Es ist geschafft! Die Supersupis sind Meister der S55! Und das zum dritten Mal nacheinander: Der Triple-Meister kommt aus Glinde! Gratulation und großer Dank an alle Beteiligten: an Spieler, Trainer, Betreuer, Fans und natürlich an unsere Frauen, die so manches Mal am Wochenende ihren Liebsten in den Kampf um den Ball ziehen ließen. Und so machten auch für sie die tollen Typen vom TSV am Sonntag morgen mit hoher Spielkunst ganz souverän ihr Meisterstück: 11:0 gegen Billstedt/Horn – der nötige Sieg in zweistelliger Höhe, das i-Tüpfelchen auf eine Top-Saison!

Als Referee Nico Scheck, der sich dankenswerterweise für die Spielleitung zur Verfügung gestellt hatte, die Partie nach 70 einseitigen Minuten abpfiff, entlud sich der Jubel in angemessener Lautstärke. Noch auf dem Feld folgten eine Fünfsekunden-Seltersdusche und ein kurzer mehrstimmiger Männerchor: Triple-Meister, Triple-Meister, hey, hey, hey! Hände wurden geschüttelt, Köpfe gestreichelt, Umarmungen entgegengenommen, Fotos gemacht. Dann zog die Erfolgstruppe verschwitzt und glücklich Richtung Kabine.

Dort wurde am neuen Unterstand schon fleißig gearbeitet. Zuchti hatte in sicherer Vorfreude auf den Meistertag als Erinnerung für jeden eine Charge Plakate durch den Hochleistungsdrucker gejagt. Und die zwei größten wurden nun fachmännisch und an nicht zu übersehender Stelle angebracht. Damit die sogleich eintreffende Mannschaft es auch schwarz auf weiß lesen konnte: Triple-Meister – und unter den dicken Lettern prangten dazu drei Meisterschalen mit den Köpfen der größten Glinder Kicker aller Zeiten. Danke, Zuchti, prima Aktion!

Bei herrlichem Frühsommerwetter wurde dann der Energiespeicher wieder standesgemäß aufgefüllt. Bierchen, Mische und natürlich ein kleiner Nackensteiner mit Maracujageschmack, dazu Fleisch, Wurst und Scampis vom Grill, den Nico so cool bediente wie er gepfiffen hatte. Unsere lieben Frauen kamen dazu, der Gegner kriegte einen Bissen ab, und so manche Szene des Meisterstücks wurde noch mal an der Biergartengarnitur in höchsten Tönen gelobt. Ganz besonders das 10:0, das einer schoss, dessen Qualitäten man in Glinde schon fast vergessen hatte. Lange war Reinhold Paletti Frings nicht mehr auf dem Platz gewesen, nur ab und an wehmütig als Zuschauer an der Linie gestanden. Doch gestern hatte er sich in das viel zu kleine Trikot mit der Nummer 7 gezwängt und sich auf dem Rasen als perfekte Anspielstation im Sturmzentrum aufgestellt. Und als er in Halbzeit eins Kollege Zucht mit einem blitzschnellen Hackentrick herrlich freigespielt und der auch noch ins Tor getroffen hatte, wollte Frings mehr. Nämlich auch ein Tor. Es folgten, nun ja, verzweifelte Versuche, das aufgelegte Leder im Netz unterzubringen. Und als auch noch Tochter Emma kopfschüttelnd nicht mehr an Papas Glück glaubte, landete ein perfekter Gabbert-Pass vor dem gefürchteten Fringsschen Fuß. Und der Rest? Ist große Glinder Fußballgeschichte.

Alles Paletti also. Da rückte manch anderer Arbeitsnachweis der Offensive in den Hintergrund: Ciscos Hammerecke mit finaler 90-Grad-Flugbahn ins Tor, Frankys Dreierpack zum Saisontreffer Nummer 16, Zuchtis sehenswerter Entstand-Schlenzer, das obligatorische Wilkens-Ding und ein Dreiminuten-Hattrick von Sportskamerad Leicht. Doch so einfach es heute auch war, den Sack zuzumachen: Meister sind wir, weil wir ein paar richtig knappe Kisten gewuppt haben. Curslack, Finkenwerder, Atlantik, Blankenese – legendär diese Dramen, Glinder Siege für die Ewigkeit.

Sie waren am denkwürdigen Meistersonntag auf dem Platz: Thomas Klein, Achim Urbschat, Guido Behlau, Francisco Zitzmann, Jürgen Richter, Reinhold Zucht, Andreas Leicht, Jörn Wilkens, Frank Gabbert und Reinhold Frings.